Die Effizienz eines Unternehmens spiegelt sich nicht nur in seinem Produkt wider, sondern auch in der persönlichen Entwicklung der Mitarbeiter.

Vorsitz Medizinische Center Maienfeld

Aufgewachsen war ich in Latsch im Albulatal. Als Sohn eines Dachdeckers lernte ich, dass zum Leben Arbeit gehört – aber auch ein weiter Blick. Dächer zu machen faszinierte mich; aber aus einem Missverständnis führte mich das Leben ans Gymnasium. Das anschliessende Medizinstudium wie auch die Gründung einer Familie waren die faszinierendsten Zeiten meiner Jugend: Ich erlebte an der Universität Bern wie auch zu Hause, wie grossartig die Schöpfung war. Familie ist ein Geschenk, doch auch die Schöpfung des Menschen in seiner Komplexität.
Nach dem Studium lernte ich in diversen Spitälern: Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie. Danach war ich REGA-Arzt, was sämtliche Kompetenzen abverlangte.
Das Leben führte uns sodann nach Nepal, wo ich als leitender Arzt arbeitete. Bis heute stehen wir in Verbindung mit Projekten, die sich auch weiter entwickeln.
Bevor ich Hausarzt wurde arbeitete ich noch eine gewisse Zeit im Kantonsspital Chur. Das Arbeiten im Team mit vielen Kompetenzen faszinierte mich: Wenn man „den Besten“ fragt kommt man viel rascher zur Lösung. Dies hat denn auch unser jetziges Konzept geprägt: Neben einer ausgewogenen Grundversorger arbeiten wir mit hervorragenden Spezialärzten zusammen.
2003 übernahm ich die Hausarzt-Praxis von Dr. Rudolf von Salis in Maienfeld. Ich entdeckte meine Freude an meinem Beruf; ich liebte die breite Medizin – die umfangreiche Begleitung der Menschen. Hausarzt zu sein ist für mich nach wie vor eine Leidenschaft – eine Berufung.
Da meine Praxis kontinuierlich wuchs, musste ich mich dazu entscheiden 2011 das Medizinische Center in Maienfeld zu bauen. Doch bald wurde auch dies zu eng: Wir bauten ein zweites Center in Malans. Weitere Standorte kamen dazu.
Die Frage, die mich immer begleitete: „Wie kann ich eine nachhaltige und gute Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung sicherstellen?“ Die Menschen wollen uns Hausärzte nicht nur als Ärzte, sondern wünschen auch, dass wir uns für die Nachhaltigkeit einer guten Versorgung einsetzen.
Ausser dem Menschen – dem Geschöpf Gottes – fasziniert mich die Natur, die Berge, die Musik, fremde Länder, anders denkende Menschen. Meine grösste Dankbarkeit gilt meiner grossartigen Familie und meinen Freunden – und meinem Schöpfer.
Neben meiner Arztberufung setze ich mich ein in Schulrat, Kirche wie auch in Netzwerken von Menschen, welche mit ihrer Firma anderen Menschen eine Lebensgrundlage erschaffen möchten.
Was macht das Leben letztlich aus? Ich habe mir die Antwort gegeben: Ehre Deinen Schöpfer, liebe die Menschen. Weder Besitz noch Ehre, sondern das Geben macht uns zu Menschen mit Würde.